I-PORT II

Projektlaufzeit
12.2013 - 10.2015
Projektauftrag
European Space Agency (ESA)

Häfen und Terminals betreiben ihr Geschäft an der Schnittstelle zwischen Seetransport und Hinterlandverkehr per Schiene, Straße oder auch Binnenschiff. Sie verfügen über hochoptimierte Systeme für die Organisation und Steuerung des Hafenumschlags. Die Kommunikation mit den Verladern, Spediteuren und sonstigen Transportbeteiligten erfolgt heutzutage in der Regel elektronisch. Der Blick in Richtung Hinterland zeigt jedoch schnell, dass die Häfen kaum über Informationen über die Hinterlandverkehre verfügen, obwohl Störungen hier empfindliche Auswirkungen auf die Umschlagsprozesse haben können. Wenn Häfen und Terminals in der Lage wären, Informationen über etwaige Störungen der Hinterlandverkehre mit den sonstigen Transportbeteiligten rechtzeitig auszutauschen, könnten negative Auswirkungen deutlich begrenzt oder sogar vermieden werden. Allgemein könnten die Prozesse aller Beteiligten durch eine bessere Abstimmung der unterschiedlichen Transportmodi deutlich optimiert werden.

Copyright: ESA-J. Huart
Copyright: ESA-J. Huart

An dieser Stelle setzt das Demonstrationsprojekt I-PORT II an. Ziel des Projekts ist es, die Arbeit in der vorangegangenen Machbarkeitsstudie I-PORT, die die Optimierung der intermodalen Güterverkehre in europäischen Häfen untersucht hat, in die Praxis umzusetzen. I-PORT II realisiert verschiedene satellitenbasierte Dienste, die mehr Sichtbarkeit für die verschiedenen Akteure im Güterverkehr gewährleisten - wodurch auch die Prozesse optimiert werden können. Unter anderem wurde die Notwendigkeit für eine genauere Berechnung der ETA (geschätzte Ankunftszeit) von Schiffen im Hafen identifiziert. Dies kann mit Hilfe von Satellitendaten, welche auf den Daten der AIS-Transponder der Schiffe basieren, realisiert werden. Entwicklungspartner auf deutscher Seite ist die dbh Logistics IT AG, die die Port Community Systeme in Bremerhaven und Wilhelmshaven betreibt.

I-PORT II wird von der Europäischen Weltraumorganisation ESA im Integrierten Förderprogramm ARTES 20 cofinanziert. Ziel dieses Programms ist die Förderung von Raumfahrtanwendungen und die Entwicklung neuer Raumfahrt-basierter Dienstleistungen für Anwendungsfelder, die bisher nicht durch Raumfahrttechnologie abgedeckt wurden.